Edith Ghafoor Engelmedium - Wächter des Waldes
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Wächter des Waldes
 
Die Wächter/innen der Wälder sind eine Gemeinschaft von Waldläufer/innen der Naturgeister. Ihre Aufgabe ist, wie der Name sagt, der Schutz der Wälder. Man kann davon ausgehen, dass sich in vielen Wäldern, stets unbemerkt, Wächter/innen aufhalten. 
Es ist ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass kein Raubbau mit der Natur getrieben wird. Sie verhindern das wahllose Abholzen der Bäume, sowie Brandrodung und die sinnlose Tötung von Tieren. Waldfrevler und Solche, die keinen Respekt vor der Natur haben, werden zur Rechenschaft gezogen. Dabei werden die Wächter/innen nach Möglichkeit keine Gewalt anwenden. Sie vermeiden es generell, Lebewesen zu töten, was nicht heißt, dass sie nicht für den Eigenbedarf jagen oder Pflanzen nutzen. Das Quälen von Tieren und Pflanzen ist ihnen ein Greuel und wird unter allen Umständen verhindert.
Kein Wesen hat das Recht, ein anderes zu unterdrücken. So wie es bei der Nutztierhaltung geschieht, bei der Jagd zum Vergnügen und beim Halten von Haustieren (Ketten- und Wachhunde, frei lebende Vögel in Käfigen und Aquarien). Alle Tiere kommen und bleiben freiwillig, niemals aber darf man sie zum Bleiben zwingen.
 
Wächter/innen fühlen sich in Städten nicht wohl und wohnen selten in Steinhäusern. Ihre "Hauptstadt" befindet sich auf der Geisterinsel in der Westlichen Welt. Es ist eine organisch gewachsene, aus lebenden Bäumen bestehende Stadt, die sich im Einklang mit den Bedürfnissen ihrer Bewohner formt. Die Naturgeister und die anderen Wächter/innen wohnen dort also vollständig integriert in die Natur. Wächter/in wird man durch die Anerkennung einer Pflanze, häufig einem alten Baum. Diese wählt ihn oder sie aus und öffnet seine Seele für die Musik des Waldes. Dieses Erlebnis ist für jeden individuell und ist eine Art besonderer Zwiesprache von Pflanze und angehendem Wächter. Viele von ihnen bleiben in der Nähe der Pflanze, die sie ausgewählt hat, d.h., in deren Wald. Einige werden auch ausgesandt, um in anderen Wäldern ihren Dienst zu versehen. Manche haben keinen eigenen Wald und wandern durch das Land.
Als Kennzeichen ihrer Berufung tragen die Wächter ein Schmuckstück in Form einer Pflanze oder eines Tieres. Viele wählen als Symbol die Pflanze,
die sie
anerkannt hat, z.B. einen Ring in Form einer Blüte oder eine Gürtelschnalle in Form eines Baumes.
Oftmals werden sie von Tieren begleitet, die nach eigenem Willen kommen und bleiben. Man hat so Wächter/innen gesehen, die an einem Tag von einem Eichhörnchen, am nächsten von einem Wildschwein und am übernächsten von einem Rebhuhn begleitet wurden. Allerdings ist eine besondere Freundschaft eines Wächters mit einer bestimmten Tierart nichts Ungewöhnliches.
Es gibt etwas, das einzigartig unter den Naturgeistern ist und nur den Wächter/innen der Wälder gegeben ist. Die Musik des Waldes beschreibt den völligen Einklang eines Wächters mit der Natur. Er wird Teil seiner Umgebung und verschmilzt gewissermaßen mit seiner Umgebung. Der Wächter fühlt nun den Geist der Natur, ihren Aufbau, ihre Zusammenhänge, die Tiere, die Pflanzen und die Erde. Ein Wächter, der die Musik des Waldes hört, ist kein einzelnes Wesen mehr, sondern Teil des Ganzen.
Er hört die Musik des Waldes immer, sie ist Teil seiner Seele und wird besonders intensiv, wenn er sich darauf konzentriert. Verschiedene Fähigkeiten erwachsen aus dieser Gabe.
Diese Fähigkeit ermöglicht einem Wächter, weite Strecken innerhalb kürzester Zeit zurückzulegen. So laufen sie z.B. einige hundert Kilometer in wenigen Stunden. Der Wächter benutzt die Musik, um sich vom Boden tragen zu lassen, man könnte auch sagen, er läuft quer durch die Erde hindurch. Hierbei ist ein besonders enger Kontakt mit dem Land nötig, weshalb Stiefel oder Kleidung nur hinderlich sind.
Mit dieser Fähigkeit ist es den Wächter/innen möglich, Tiere, Pflanzen und sogar das Land selbst zu heilen. Der Wächter setzt sich selbst als Katalysator für die Musik des Waldes ein und benutzt deren und seine Kraft für den Heilprozess. Ein Wächter kann so mit der Natur verschmelzen, dass er von seiner Umgebung nicht mehr unterschieden werden kann. Es ist dann nicht möglich, ihn wahrzunehmen.
Die Wächter/innen tragen Kleidung in den Farben des Waldes, überwiegend grün und braun. Viele von denen, die sich besonders zu den Blumen hingezogen fühlen, tragen auch leuchtend bunte Kleidungsstücke, um ihre Verbundenheit mit den Blüten zu zeigen.
Die Wächter/innen der Wälder sprechen die Sprache der Pflanzen und Tiere. Mit ihrer Hilfe dauert es nicht lange, eine Nachricht über große Entfernungen weiterzuleiten. Schwierigkeiten gibt es nur, wenn die Pflanzen und Tiere einmal keine Lust auf Kommunikation haben oder schmollen. Bei wichtigen Nachrichten spielt dies natürlich keine Rolle.
Niemand kennt die genaue Anzahl der Wächter/innen. Nur dem Ranghöchsten ist sie bekannt. Zwei Wächter/innen, die sich begegnen, erkennen sich immer durch die Musik des Waldes. Erster Wächter ist immer derjenige, der am längstem dem Ruf folgt. Im Augenblick ist dies Liranya, eine Kleinfee. Sie führt die Wächter seit etwa 200 Sommern.